Johann Peter Osterspey

Johann Peter Osterspey

Johann Peter Osterspey

Johann Peter Osterspey, geboren in Mechernich, Schreinermeister, verheiratet mit Christine Vitt aus Mechernich, später Werkmeister und Ingeniuer beim Mechernicher Bergwerks-Aktien-Verein.

Dem aus Antweiler zugewanderten Johann Michael Osterspey, der seit 1826 mit Anna Gertrud Dahmen aus Mechernich verheiratet war, wurde an 5. April 1834 ein Sohn Johann Peter geboren, der Peter gerufen wurde. Dieser erbte, wie sich später herausstellen sollte, die vielseitige technische Begabung seines Großvaters Johann Josef Osterspey, der ein wahrer Tausendsassa gewesen sein muss. In der Einwohnerliste von Antweiler von 1783/84 wurde gesagt das dieser Johann Josef von Beruf „uhrmacher, schreiner, drechsler, fuhrmann und bauer„ war.

Am 1. Juli 1861 war der von den Gebrüdern Kreuzer gegründete Mechernicher Bergwerks-Aktien-Verein nach Landesherrlicher Genehmigung ins Leben getreten. Dieser setzte den schon seit Römerzeiten bestehenden Bleierzbergbau am Mechernicher Bleiberg nach einer langen Zeit der Stagnation im großindustriellen Rahmen fort. Peter Osterspey muss sich dem damaligen Generaldirektor des Berwerksvereins, Hupperts, durch seine besondere technische Begabung und seine Fertigkeit empfohlen haben. Denn schon von Jahre 1866 an erscheint er als „Werkmeister„ im Dienste des Unternehmens. In den folgenden Jahren muss er sich für das Bergwerksunternehmen förmlich verzehrt haben, denn er starb bereits im Alter von 50 Jahren am 8.Dezember 1884, morgens halb 9 Uhr mit hoher Wahrscheinlichkeit an der Berufskrankheit Bleivergiftung - "Folge eines Brust- und Magenübels".

Peter war auch Erfinder des Osterspey`chen Strömungsapparates, einer Hebewäsche zur Separation von Bleierzen, die „wahrhaft Epoche machend„ war. Für diese Konstruktion wurde er auf der Weltausstellung 1873 in Wien ausgezeichnet. Ein Modell dieser Anlage befindet sich in Deutschen Museum in München.
Auf Grund seiner großen Verdienste um den Mechernicher Bleiberg durfte er sich mit Erlaubnis des preussischen Köngs "Ingenieuer" nennen.
Die Wasserleitungen zu den Werksanlage, die Gas- und Eisenbahnanlagen, die Aufbereitungsmaschinen, die Stockwerke (Dampfdruckerzeuger), die Hüttenanlage und die Menage (Werkskonsum)
Er war maßgeblich am Bau der Eisenbahn durch die Eifel beteiligt und stellte somit die Verbindung Mechernichs mit den industriellen Räumen an Rhein und Ruhr her.
Die Einrichtung des Mechernicher Krankenhauses geht auf seine Initiative zurück.

Christine Vitt wurde am 24. Mai 1841 in Mechernich geboren. Johann Peter und Christine heirateten am 30. Januar 1864 in Vussem. Nach dem frühen Tode Ihres Mannes zog sie Ihre Kinder mit großem Erfolg auf .
Sie verstarb am 2. Januar 1923 in Mechernich.

Die sieben Kinder der Eheleute Osterspey waren auch alle erfolgreich. Die meisten von ihnen studierten und waren als Ärzte und Ingenieure tätig.
Sein jüngster Sohn Heinrich wurde Direktor der "Gewerkschaft Mechernicher Werke", Nachfolger des "Mechernicher Bergwerks-Aktien-Vereins"

Christine Osterspey, geb. Vitt
Johann Peter Osterspey

Der Mechernicher Bleiberg Mitte des 19. Jahunderts

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